RESTORATIVE YOGA

    In meiner ersten Restorative Yoga Stunde in New York begann meine Lehrerin Jamie die Stunde mit 2 Grundsätzen des Restorative Yogas*.

     

    „Sich nicht beeilen oder hetzen und gleichzeitig nie warten.“

     

    Ein gesundes Mittelmass sei zu praktizieren, meinte Jamie und wies uns an, während der ganzen Stunde uns auf diese 2 Grundsätze zu konzentrieren und sie dann aus dem Studio in den Alltag zu tragen.  Während der Stunde lebte uns Jamie vor, wie man nicht wartet und nicht hetzt. Sie zeigte jeweils  in Ruhe  eine Übung vor und forderte uns dann auf zu unserer Matte zurückzugehen (ohne Eile) und mit Ruhe und Bewusstsein uns dort zu installieren. Wenn wir bereit seien, sollen wir mit der Übung beginnen (nicht warten).

    Ich kann mich gut erinnern. Dazumal genoss  ich die Stunde in vollen Zügen, überlegte mir allerdings nicht viel zu diesen Grundsätzen. Nicht hetzen und nicht warten – logisch, super einfach, oder?!

     

    Es war vor wenigen  Wochen als mir diese 2 Grundsätze wieder in den Sinn kamen. Nicht auf der Yogamatte, sondern als ich auf meinem iPhone meinen Terminkalender begutachtete. Mir viel auf, dass ich mich konstant auf irgendeinen Event, ein Treffen mit Freunden oder je nach dem auch ein Date freute. Vorfreude ist sicherlich nichts Schlimmes. Trotzdem bemerkte ich, wie ich andauernd auf ein Happening wartete. Ja, genau: Plötzlich wurde mir klar, dass ich die meiste Zeit am WARTEN bin. Und wir wissen ja alle, was es mit dieser Vorfreude oder eben dem Warten auf sich hat. Es ist die schönste Freude – doch  die Erwartungen übertreffen meist den Event an sich. Kaum ist er dann vorbei, freut man sich schon wieder auf das neue Ereignis. Generell, wenn es ums Handy geht, bin ich eigentlich unaufhörlich am Warten.  Mal warte ich auf eine Email, mal auf eine SMS, und dann, dass mein neues Instagram Bild von möglichst vielen geliked wird. Zudem warte ich auf meine nächsten Ferien,darauf, dass meine Lieblingsserie wieder ausgestrahlt wird, auf meinen Lohn Ende Monat, dass mir mein Traummann per Zufall über den Weg läuft, dass meine Lieblingsband endlich wieder einmal in der Schweiz spielt, meine Haare endlich wachsen und diese Verspannung im Nacken sich endlich löst.

     

    Und was ist, wenn ich mal nicht bewusst oder unbewusst am Warten bin? Dann habe ich normalerweise Stress und eile von einem Ort oder Termin zum nächsten, versuche so viel wie möglich in meinen Tag zu quetschen, arbeite andauernd meine immer weiter wachsende To-Do Liste ab.

     

    Ganz ehrlich, würde ich diese zwei Grundsätze einhalten, würde sich meine Lebensqualität merklich steigern. Ich würde meine Zeit besser nutzen und durch weniger warten auch weniger Stress haben.  Eben: Ich wäre ausgeglichener, entspannter und würde auch viel bewusster im Moment leben. Na dann, nichts wie los und die Yogatheorie im Alltag umsetzen!

     

    Bei Lola Fred gibt es übrigens Yin Yoga am Dienstag Abend um 19.00 Uhr. Ist Restorative Yoga also das selbe wie Yin Yoga? Jein. Hierzu mehr Infos unter yinyoga.com

     

    Die Candle Light – Yin Yoga Stunde lohnt es sich jedoch auf jeden Fall zu besuchen. Hier geht’s zum Lola Fred Yoga Booking.

     

    Autor: Deddou Burkhard

     

    *Restorative Yoga: Für die, die noch nie waren: Eine Übung im Restorative Yoga dauert zwischen 10 und idealerweise 30 Minuten und erlaubt dem Körper bewusst zu entspannen und sich von innen zu lösen und zu heilen. Man tankt so viel frische Energie wie bei einem Powernap hoch 5.

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