WILLKOMMEN IN DER WELT VON LOLA | FRED

    Was ist eigentlich unter dem Begriff Yoga zu verstehen? Viele Menschen verbinden mit dem Wort Yoga entweder Gesundheit, Fitness, anmutig wirkende Körperstellungen und Entspannung. Das Wort Yoga, manchmal auch “Joga” geschrieben, ist eine indische philosophische Lehrer, welche geistige und körperliche Übungen umfasst.


    Die Bedeutung von Yoga kann mit  “Vereinigung”, “Integration” oder auch mit der Konzentration der Seele gleichgesetzt werden. In der westlichen Welt wird Yoga als eine Art von Fitness oder körperlicher Übungen verstanden. So gibt es aber auch Ausrichtung, welche sich vor allem auf Meditation und Atemübungen fokussieren.


    Im modernen und westlichen Yoga liegt der Schwerpunkt in der Praxis, welche meditativ oder körperbezogen sein kann. Anstelle der Doktrinen und religiösen Weltanschauen steht die positive individuelle Erfahrung im Vordergrund. Yoga hat viele physische und psychische Vorteile und kann einen gesunde Lebensweise unterstützen und fördern. Der meditative Aspekt vermindert Stress und bietet ein Raum zur Abwechslung zum hektischen Alltag. Der körperbezogene Teil, trainiert den Körper und führt zu einer besseren Haltung. Dies kann vor allem bei sitzenden Tätigkeiten eine gute Abwechslung sein.


    Die lateinische Redewendung beschreibt es sehr treffend: Mens sana in corpore sano (“ein gesunder Geist in einem gesunden Körper”).


    Hatha Yoga

    Hatha bedeutet übersetzt “Kraft” oder “Gewalt” und steht für die Anstrengung, welche notwendig ist um ein Ziel zu erreichen. Weiter steht der Begriff für Vereinigung von gegensätzlichen Elementen wie heiss und kalt oder männlich und weiblich. Hatha Yoga besteht aus 3 Elementen: Körperübungen, Atemtechnicken und Meditation.


    Im Hatha Yoga werden Asanas (=Körperübungen) gemacht, die den Körper stärken und reinigen, denn ein starker und reiner Körper gilt als Grundlage für die folgenden Schritte. Es gibt unzählige Asanas mit Variationen, die von der Natur und den Tieren „abgeschaut“ und angepasst wurden.


    Nun wird der Atem miteinbezogen. Die verschiedenen PRANAYAMAS(= Atemtechniken) haben unterschiedliche Wirkungen auf unsere Lebensenergie (=PRANA). Das PRANA wird mit den Atemtechniken gelenkt und verstärkt.


    Als nächstes folgt PRATYAHARA(=Meditation). In dem wir unsere Sinne ganz auf uns und in uns hinein lenken, lassen wir uns nicht mehr von äusseren Reizen ablenken. Somit muss auch unser Geist nicht mehr auf die von den Sinnen wahrgenommenen Reize reagieren und kann dadurch zur Ruhe kommen. In der Meditation gelangt man in den Zustand, in dem wir uns selbst vergessen. Dadurch können wir Dinge „selbstvergessen“ und objektiv betrachten. Dieser Zustand hilft uns, uns so zu sehen, wie wir wirklich sind und das zu akzeptieren und zu verstehen. Wenn wir diese vier Schritte vollzogen haben, so sind unser Körper, unser Geist und unsere Seele eins und wir haben unsere innere Mitte erreicht.


    Hatha Yoga fördert folgende körperliche Elemente:


    - Steigerung der Beweglichkeit

    - Gesunderhaltung des ganzen Körpers durch Anregung der guten Durchblutung

    - Gesunderhaltung der Wirbelsäule

    - Besserung bei körperlichen Beschwerden

    - Harmonisierung/Anregung der autonomen, mit Willenskraft nicht beeinflussbaren,

    Körpersysteme (Nerven-, Atmungs-, Verdauungs-, Hormonsystem, Herztätigkeit, usw.)

    - Körperliche Fitness und Förderung eines gesunden, starken Körpers


    Pilates

    Pilates ist eine schonende, aber überaus wirkungsvolle Trainingsmethode für Geist und Körper – eine systematisches Körpertraining, erfunden und entwickelt von Joseph H. Pilates. Einzelne Muskeln oder Muskelpartien werden ganz gezielt aktiviert, entspannt oder gedehnt. Nicht die Quantität, sondern die Qualität der pilates-Übungen zählt und die Atmung wird mit den Bewegungen koordiniert. Viele bezeichnen Pilates auch als “westliche Form des Yoga”. Das ist naheliegend, denn Yoga diente als Inspirationsquelle für die von Joseph H. Pilates entwickelte Körperschule. Etliche der Übungen ähneln sich und auch die Philosophie von Pilates, den Geist aufzurichten und die körperliche Vitalität wiederherzustellen sowie falsche Körperhaltungen zu korrigieren, ähneln der Zielsetzung des Yoga.


    Besonderes Augenmerk gilt der Körpermitte, da sie einen stabilisierende Funktion hat. Das Training der Tiefenmuskulatur im Becken und in der Taille verbessert die Beweglichkeit. Becken und Schulterbereich lassen sich dadurch noch freier gegeneinander verdrehen. Durch die Aktivierung dieses Kraftzentrums (Powerhouse) werden Taille und Hüfte – sozusagen als Nebenwirkung – schlanker. Pilates bringt Muskeln und Gelenke wieder in Schwung, ohne sie zu belasten. Die wesentlichen Prinzipien der Pilates-Methode sind Kontrolle, Konzentration, bewusste Atmung, Zentrierung, Entspannung, Bewegungsfluss und Koordination.


    Wer regelmässig trainiert, ändert bald seine Bewegungs- und Haltungsgewohnheiten und nimmt so das Training mit in den Alltag. Auch können viele der Übungen wirkungsvoll während der üblichen Tagesaktivitäten oder anderer Sportarten genützt werden. Menschen, die Pilates trainieren, wirken größer, aufrechter, gelassener und schlanker – einfach natürlicher.


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